Aus für Tabakwerbung: Kino & Plakat gewinnen

Bünde, den 30. November 2006.

Schon seit Jahrzehnten ist Tabakwerbung im TV und im Rundfunk verboten. Anfang November beschloss der Bundestag in Berlin nun, sich dem Druck der EU-Kommission zu beugen, und Tabakwerbung ebenfalls in Zeitschriften, Zeitungen, dem Internet sowie im Rahmen des Sponsorings von grenzüberschreitenden Veranstaltungen (z.B. Formel-1) zu verbieten. Kino- und Plakatwerbung für Zigaretten bleibt auch weiterhin erlaubt, hinzu kommen einige wenige Ausnahmen im Print-Bereich, beispielsweise in Tabak-Fachzeitschriften.

Aus Sicht der Werbebranche bedeutet das erweiterte Werbeverbot zunächst einen Verlust von gut 50 Mio. Euro an Werbeausgaben, die die Tabakindustrie jährlich in die nun ausgeschlossenen Medien investiert hat. Rechnet man die Werbeaufwendungen im Bereich des Sponsorings noch hinzu, dürfte man der 100-Mio.-Euro Marke schnell näher kommen.

Vom Sponsoring einmal abgesehen, wird der Zeitschriftenbereich die größten Einbußen hinnehmen müssen. Mit rund 37 Mio. Euro wurde hier im vergangenen Jahr ein Großteil des Budgets ausgegeben. Der größte Teil der nun „frei“ gewordenen Werbeausgaben wird voraussichtlich in die beiden Medien Kino und Plakat umgeschichtet werden. Insbesondere im Plakatbereich ist von daher zu vermuten, dass vermehrt auf Außenwerbung gesetzt wird. Schon jetzt hat die Tabakindustrie hier eine dominierende Stellung inne.

 

Quelle: Jäschke Operational Media


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